Das Ölfeld liegt vor Norwegen und wurde von einer Tochterfirma des Chemiekonzerns BASF in der Nordsee entdeckt. Es handelt sich um ein neues Erdölvorkommen in der Nordsee. Bis zu 190 Millionen Barrel Öl könnten das sein. Das berichtet die Öl- und Gasgesellschaft Wintershall. Wintershall ist der größte Erdöl- und Erdgasproduzent mit Sitz in Deutschland. Der tägliche Rohöl Weltverbrauch liegt bei rund 80 Millionen Barrel. Vier Unternehmen teilen sich die Produktlizenz. Das sind neben der eingangs genannten Tochterfirma von BASF mit 40 % weitere 3 Firmen mit je 20 %. Diese sind Permier Oil, Noreco und Spring Energy Norway. An der Börse gab es aufgrund des Fundes noch keine gravierende Veränderung der BASF-Aktie.
Die weltweite Wirtschaftskrise schwächt die Schifffahrt. Die Umschlagszahlen sind stark eingebrochen, teilweise um bis zu 50 %. Stabil sind derzeit noch Waren, die ständig gebraucht werden, wie Kohle und Futtermittel. Weniger verschifft werden im Güterverkehr dagegen Erze oder Metallabfälle. Man unterscheidet bei der Handelsschifffahrt zwischen Güterverkehr und Containerverkehr, wobei beim Güterverkehr lose Massenfracht wie Kohle oder Getreide transportiert wird und beim Containerverkehr meist wertvollere Fertigware in Containern.Der Frachtpreisanzeiger für Gütertransporte ist der Baltic Dry Index. Dieser sank im letzten Quartal 2008 erschreckend ab. Der Export läuft ganz schlecht. Betroffen ist aber bei weitem nicht nur Deutschland. Im Hafen Singapur, welches der weltweit wichtigste Container-Umschlagplatz ist, sanken die Zahlen bereits im Sommer vergangenen Jahres. Alle Länder sparen, die USA importiert weniger und China exportiert weniger. So ist das ein Kreislauf. Dennoch bleibt man zuversichtlich und setzt in Deutschland auf die Zukunft der Binnenschifffahrt.
Der Energiekonzern E.ON will eventuell 4,5 % seiner Anteile an der Ostsee-Pipeline abgeben. Die noch im Bau befindliche Ostsee-Pipeline befindet sich zwischen Deutschland und Russland. Daran ist auch die BASF beteiligt, sowie der russische Gasmonopolist Gazprom und die niederländische Gasunie. E.ON ist mit 20 % an der Betreibergesellschaft Nord Stream beteiligt. Der Aufsichtsrat der Betreibergesellschaft ist der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder. Zugunsten des Konkurrenten Gaz de France will der Energiekonzern E.ON nun Anteile an der Ostsee-Pipeline abgeben. Russland will über die Ostsee-Pipeline ab dem Jahr 2011 mit einer Länge von 1220 Kilometern Gas direkt nach Deutschland pumpen und damit auch andere europäische Staaten versorgen. Die Versorgungssicherheit Westeuropas nennt die Gaz de France als Hauptgrund für den Einstieg bei der Ostsee-Pipeline. Allerdings streben sie einen höheren Anteil als die genannten 4,5 % an.
Aus Brüssel kommt die folgende Nachricht: Die EU-Kommission will Europas Schifffahrt von Papierkram entlasten. Einen entsprechenden Gesetzentwurf beschloss die Behörde gestern. Bisher gälten für Transporte zwischen EU-Häfen die gleichen Vorschriften wie im internationalen Verkehr, sagte Verkehrskommissar Antonio Tajani. ” Wir wollen das jetzt als Binnenverkehr gestalten.” Systematische Kontrollen und Nachweise der Seefracht im innereuropäischen Verkehr fallen dem Beschluss zufolge weg, Zollvorschriften sollen folgen. Die Kommission schätzt die Ersparnis auf 2,4 Milliarden Euro in den nächsten 20 Jahren.