Das Hamburger Modell ist ein Patientenrecht, um schrittweise zurück zum Job zu gelangen. Durch eine Krankheit spontan aus der Arbeitswelt gerissen, anschließend zur Reha. Kein seltener Fall. Doch wie klappt die Rückkehr in die Arbeit. Das Hamburger Modell hilft. Der Sinn ist, dass Mitarbeiter, die längere Zeit krank waren, wieder an den Arbeitsablauf gewöhnt werden. Die Stunden werden langsam gesteigert, damit am Ende der Eingliederungsphase wieder die volle Arbeitsleistung zu schaffen möglich ist. Diese Wiedereingliederung kann je nach Gesundheitszustand des Mitarbeiters zwischen 6 Wochen und 6 Monaten dauern. Sowohl der Arzt als auch der Patient müssen der Eingliederung zustimmen. Gemeinsam wird beim Arbeitgeber ein Antrag gestellt. Dieser muss zustimmen, nur dann kann die Maßnahme beginnen. Der Arbeitgeber zahlt während dieser Zeit keinen Lohn, er hat also gewissermaßen kein Risiko bei der Wiedereingliederung seines Arbeitnehmers. Dieser erhält während der Eingliederung mit dem Hamburger Modell Krankengeld von seiner Krankenkasse, Übergangsgeld von dem Rentenversicherungsträger oder Verletztengeld von der Berufsgenossenschaft – jeweils je nach Zuständigkeit.
Von Alex |