Berichte über

12. Sep. 2008

Sachbezüge, die ein Arbeitnehmer von seinem Arbeitgebern in Form von freier oder verbilligter Verpflegung, Unterkunft und Wohnung bekommt, sind grundsätzlich als geldwerte Vorteile lohnsteuer- und sozialversicherungspflichtig. Die für diesen Vorteil anzusetzenden Werte werden durch Erlass der obersten Finanzbehörden in der Sachbezugsverordnung bestimmt. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales gibt in einer Pressemitteilung den Gesetzentwurf der geänderten Sozialversicherungsverordnung bekannt. Er wurde durch das Bundeskabinett beschlossen und soll ab dem 1. Januar 2009 eintreten. Die Sachbezugswerte steigen für die Verpflegung auf 210 Euro an, für die Unterkunft betragen sie 204 Euro.

12. Sep. 2008

Die Bundesregierung plant ab 2010 den Lohnsteuerabzug bei Doppelverdiener-Ehepaaren mittels eines Faktors untereinander neu verteilen zu können. Grundlage soll dann für beide Ehepartner die Steuerklasse IV sein, damit der weniger Verdienende mindestens in den Genuss der ihm persönlich zustehenden Steuerentlastungen durch Grundfreibetrag, Vorsorgepauschale, Sonderausgaben-Pauschbetrag und Berücksichtigung von Kindern kommt.  Weitere wichtige Punkte sind im Gesetzentwurf des Jahressteuergesetzes 2009 niedergeschrieben. So soll zum Beispiel die Kinderzulage bei der Eigenheimzulage weiterhin für Kinder bis zum 27. Lebensjahr gelten. Weiterhin sollen bestimmte Arbeitgeberbeiträge zur Zukunft deren Arbeitnehmer steuerfrei bleiben. Und eine Steuerstraftat soll künftig erst nach 10 Jahren verjähren, bisher waren es 5 Jahre.

12. Sep. 2008

Im BMF-Schreiben vom 05.09.2008 wird die Vordruckversion für die Anlage Einnahmenüberschussrechnung (abgekürzt EÜR) 2008 bekannt gegeben. Hierzu werden auf der Internetseite des Bundesministeriums für Finanzen folgende Anlagen zum Download bereitgestellt: Der Vordruck der Anlage EÜR für 2008 sowie dessen Anleitung dazu, das Anlageverzeichnis des Umlaufvermögens zur Anlage EÜR 2008 und die Ermittlung der nichtabziehbaren Schuldzinsen ebenfalls zur Anlage EÜR 2008.

12. Sep. 2008

Ab dem Jahr sollen die Unternehmen ihre Steuererklärungen elektronisch an das Finanzamt übermitteln, so lautet der Gesetzentwurf der Regierung. Auch die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sollen so an die Finanzbehörden gelangen. Für Arbeitnehmer und andere private Steuerzahler ist eine erweiterte elektronische Datenübermittlung geplant. Bisher wird die elektronische Lohnsteuerbescheinigung ElsterLohn I genutzt. Diese soll weiter ausgebaut werden, sodass künftig weniger Belege und Nachweise in Papierform vorgelegt werden müssen.  Weitere Planungen sind die Zusammenlegung der Außenprüfung bei den Arbeitgebern von der Finanzverwaltung und den Rentenversicherungsträgern, sowie die Anhebung der Grenzen zur Abgabe der monatlichen oder vierteljährlichen Umsatzsteuer-Voranmeldungen oder Lohnsteuer-Anmeldungen.

12. Sep. 2008

Das Bundesministerium der Finanzen gibt bekannt, dass gem äß § 12 Abs. 2 Nr. 10 UStG die Umsatzsteuer für Personenbeförderungen dem ermäßigten Steuersatz unterliegt. Das sind die Konsequenzen aus den Regelungen im Jahressteuergesetz 2008. Bei der Personenbeförderung mit Schiffen gilt eine Übergangsregelung, die besagt, dass der ermäßigte Steuersatz anzuwenden ist bei Beförderungen, die steuerbar sind. Das sind insbesondere Beförderungen, die sich auf das Inland beschränken. Bei grenzüberschreitenden Beförderungen bemisst sich die Steuer nach dem Teil, der auf das Inland entfällt. Im Bundessteuerblatt Teil I wird hierzu ein Beitrag veröffentlicht.

11. Sep. 2008

Das Musterverfahren gegen die Abschaffung der Entfernungspauschale ist kurz vor dem Abschluss. Der Bund der Steuerzahler erwartet noch in diesem Jahr ein abschließendes Urteil. Der Gesetzgeber änderte die Regelung für die Fahrten zwischen der Wohnung und der Arbeitsstätte zum 01. Januar 2007. Nur Fernpendler können seitdem diese Fahrten als Werbungskosten absetzen, allerdings erst ab dem 21. Kilometer. Der Bundesfinanzhof hat sich schon positiv zur Beurteilung der Entfernungspauschale in einem Beschluss geäußert. Nun bleibt die Entscheidung der obersten Verfassungsrichter abzuwarten.

11. Sep. 2008

Die in der gesetzlichen Krankenversicherung freiwillig versicherten Selbständigen bekommen ab 2009 kein Krankengeld mehr und sind somit im Krankheitsfall nicht mehr abgesichert. Dies besagt die neue Krankengeldregelung für Selbständige ab 2009. Davon sind ca. 1,5 Millionen Menschen betroffen. Der Bundesverband der Freien Berufe teilt dies aktuell in einer Pressemitteilung vom 09.09.2008 mit. Schon jetzt ist es sinnvoll und wird empfohlen, dass sich die Betroffenen Angebote von privaten Anbietern einholen und vergleichen. Hierbei muss beachtet werden, dass man 3 Jahre an die Krankenkasse gebunden ist, zu der man wechselt. Es ist dringend Handlungsbedarf geboten.

11. Sep. 2008

Deutschland liegt trotz der Reduzierung der Ertragsteuerbelastung anlässlich der Unternehmensteuerreform im Jahr 2008 weiterhin mit knapp 4% über dem europäischen und auch über dem weltweiten Durchschnitt, der bei 25,9% liegt . Der Umsatzsteuersatz in Deutschland in Höhe von 19% liegt dagegen knapp unter dem EU-Durchschnitt. Die KPMG-Studie befasst sich seit Jahren mit den Steuersätzen in rund 100 Ländern. Tendenziell ist festzustellen, dass die Unternehmensteuersätze sinken und die Umsatzsteuersätze in der gesamten Welt an Bedeutung zunehmen.

11. Sep. 2008

Laut Mitteilung des Bundesministeriums für Finanzen wird die Familienpolitik weiter unterstützt. Das Elterngeld bleibt weiterhin steuerfrei, was bedeutet, dass der Besteuerungsgrundsatz nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Einzelnen nicht beeinträchtigt wird. Das im Jahr 2007 eingeführte Elterngeld unterliegt bei der Einkommensteuer dem Progressionsvorbehalt. Diesem unterliegen auch andere Lohnersatzleistungen wie das Arbeitslosengeld, das Krankengeld oder das Mutterschaftsgeld. Dadurch wird ein besonderer Steuersatz ermittelt. Das Elterngeld wird somit in die Berechnung des Steuersatzes mit einbezogen. Der Steuersatz selbst wird aber nur auf das Einkommen des Partners angewandt, der kein Elterngeld bezieht. Mit dem Elterngeld sollen die Familien wirksam gefördert werden.

11. Sep. 2008

Die Gerichte haben die Insolvenzen des Monates Juni 2008 mit denen des Vorjahresmonats Juni 2007 verglichen und festgestellt, dass sich die Insolvenzen um 7% verringert haben. Über 77.000 Insolvenzen meldeten die deutschen Amtsgerichte für die erste Jahreshälfte 2008. Das ist eine Veränderung gegenüber dem ersten Halbjahr des Vorjahres von rund 9%. Dabei nahmen die Verbraucherinsolvenzen im Vergleich zu den Unternehmerinsolvenzen stärker ab. In Euro ausgedrückt beliefen sich die offenen Forderungen der Gläubiger auf über 14 Milliarden Euro gegenüber 16 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Die wichtigsten Hauptgründe für eine Überschuldung sind nach Ermittlungen des Statistischen Bundesamtes für Deutschland die Arbeitslosigkeit an erster Stelle, gefolgt von Scheidung oder Tod des Partners und an dritter Stelle steht das Scheitern der Selbständigkeit.

4. Sep. 2008

Schiffsbeteiligungen erwirtschaften in der Regel hohe Renditen und sind zum größten Teil von der Steuer befreit, weil nur die günstige Tonnagesteuer berechnet wird. Investieren kann man auch in Tanker, die auf den Weltmeeren chemische Produkte, Erdöl oder ander flüssige Stoffe transportieren. Bedenken muß man die lange Laufzeit der Investitionen von in der Regel 15 – 25 Jahren, in denen das Kapital gebunden ist. Allerdings erhält man jährliche Gewinnausschüttungen.

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